Wie kann ich helfen?

FAQs zu Spenden anlässlich der Flutkatastrophe

  • Welche Spendensumme hat der Caritasverband für die Diözese Trier (DiCV) erhalten?

    Der DiCV Trier verwaltet und leitet die von Caritas International (Ci) zur Verfügung gestellten Gelder an die betroffenen Ortscaritasverbände (OCVs) Ahrweiler, Westeifel und Trier weiter. Von Ci wurden bisher 5 Mio. Euro für die Auszahlung von Soforthilfen sowie Haushalts- und Härtefallbeihilfen zur Verfügung gestellt. Für die Fluthilfe stehen weitere 12 Mio. Euro Ci-Gelder bereit.

    Der DiCV Trier und die Ortscaritasverbände haben auch Direktspenden eingenommen oder sind selbst in weiteren, lokalen Spendenbündnissen vertreten. Diese Spenden sind in der genannten Spendensumme nicht enthalten, sondern werden von den betroffenen Verbänden unabhängig verwaltet und verausgabt.

    Auf dem gemeinsamen Spendenkonto von DiCV Trier und Bistum Trier sind 2,2 Mio Euro (Stand Mai 2022) eingegangen. Hieraus sollen finanzielle Wiederaufbauhilfen für Betroffene und sozialräumliche Projekte gefördert werden.

  • Nach welchen Kriterien werden die Spenden verteilt?

    Die Ortscaritasverbände der betroffenen Regionen, konkret sind das die Caritasverbände Rhein-Mosel-Ahr, Westeifel und Trier, stellen die Spenden je nach dringendstem Bedarf und Bedürftigkeit den Betroffenen zur Verfügung. Die Caritas ist in Kooperation mit den Kirchengemeinden des Bistums in den meisten Orten verwurzelt und garantiert so die bedarfsgerechte Verwendung der Spendengelder.

    Wir helfen den Betroffenen unabhängig von Herkunft, Religion oder politischer Überzeugung. Entscheidend ist allein das Maß der Not. Wir konzentrieren uns daher darauf, den von der Flut Betroffenen zu helfen.

  • Wie genau hilft mein gespendetes Geld?

    Für die Verwendung von Spenden gibt es klare Regeln und Kriterien, die mit Caritas International und den anderen Wohlfahrtsverbänden in Rheinland-Pfalz abgestimmt sind. Dazu kommen staatliche Bestimmungen, die eingehalten werden müssen. So gibt es neben den finanziellen Hilfen (Soforthilfen, Haushalts- und Härtefallbeihilfen sowie später Wiederaufbauhilfen) den langfristigen Ansatz, die Unterstützung von Flut-Opfern durch Beratung und psycho-soziale Hilfen sicherzustellen.

    Ihre Spende hilft also sofort UND langfristig:

    Soforthilfen:

    Hier handelt es sich um erste unmittelbare Hilfen im Zusammenhang mit Evakuierungen, Unterbringung und Versorgung von Flutbetroffenen. Hier konnten und können auch kleinere Geldbeträge direkt ausbezahlt werden, damit den Menschen unmittelbar nach der Katastrophe weitergeholfen werden konnte.

    Mittel- und langfristige Hilfen zum Wiederaufbau:

    Ein nächster Schritt waren Hilfen in Form von einmaligen pauschalen Geldzuwendungen zur Wiederbeschaffung von Hausrat und persönlichen Bedarfen (Haushaltsbeihilfen).

    Darüber hinaus wurde auch durch das Ausleihen von technischen Geräten unterstützt. Die Caritasverbände in den von der Flut betroffenen Regionen Rhein-Mosel-Ahr, Trier und Westeifel verfolgen das Konzept der längerfristig angelegten Hilfen. Dazu zählen insbesondere die psycho-soziale Begleitung, die soziale Beratung, die Schuldner- und Suchtberatung und die konkrete Unterstützung bei der Antragstellung zum Erhalt von
    weiteren Hilfen, beispielsweise vom Staat.

    Die Erfahrungen aus den Flutkatastrophen an Elbe und Oder haben gezeigt, dass Sozialarbeit und Wiederaufbau miteinander verknüpft werden müssen, um den Menschen nachhaltig zu helfen. Dazu wurden in den Flutgebieten insgesamt 9 Fluthilfebüros bzw. Anlaufstellen eingerichtet.

    • So hat die Caritas Ahrweiler (mobile) Büros in Bad Neuenahr, Altenahr und Sinzig eingerichtet und die Geschäftsstelle in Ahrweiler mit einem Container erweitert. Darüber hinaus haben Caritasdienste, unter anderem die Sozialstation und die Tafel, den Menschen geholfen.
    • Der Caritasverband Trier hat eine Anlaufstelle im Stadtteil Ehrang eingerichtet und ist auch in den Orten an der Kyll und der Sauer mit Mitarbeitenden präsent.
    • Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Caritasverbandes Westeifel sind in einem großen Einzugsgebiet an vier festen Anlaufstellen zu erreichen und an vielen Orten mobil unterwegs.
    • Die Menschen werden teilweise auch zu Hause besucht, um ihnen Hilfe anzubieten.

    Die Caritasverbände unterstützen die Menschen vor Ort langfristig beim Neuanfang und bauen mit ihnen gemeinsam die sozialen Strukturen wieder auf. Die Menschen werden noch lange mit den Folgen der Flutkatastrophe zu kämpfen haben. Daher ist es wichtig, dass der Caritasverband an ihrer Seite bleibt.

  • Woher kommen die Spenden?

    Es stehen Mittel aus verschiedenen Fonds und Spenden zur Verfügung.

    Aus dem gemeinsamen Spendenaufruf von DiCV Trier und Bistum stehen 2,2 Mio. Euro bereit (Stand Mai 2022).

    Caritas International hat bisher 5 Mio. Euro für den DiCV Trier bzw. die betroffenen Ortscaritasverbände zur Verfügung gestellt. Weitere 12 Mio. Euro stehen bereit.

  • Wie viele Spenden wurden bisher für welche Zwecke verausgabt?

    Für den Bereich des DiCV Trier wurden folgende Hilfen geleistet:

    • Soforthilfen: 350.000 Euro (erste unmittelbare Hilfen im Zusammenhang mit Evakuierungen, Unterbringung und Versorgung von Flutbetroffenen, einmalige pauschale Geldzuwendungen in Höhe von max. 200 Euro pro Haushalt, die unmittelbar und ohne weitere Prüfung der Schadenslage und der Bedürftigkeit an flutbetroffene Haushalte ausgezahlt werden)
    • Einrichtungsbeihilfen (auch: Haushaltsbeihilfen/Härtefallhilfen): 850.000 Euro (Diese dienen zur Wiederbeschaffung von Hausrat und persönlichem Bedarf. Nachweis durch Vorlage von Belegen.
    • (Psycho-soziale) Beratungsdienste, Sozialraumarbeit, Koordination etc. : 700.000 Euro
  • Wie geht es weiter mit den CI Geldern? / Was passiert mit den Spenden, die bisher noch nicht verausgabt wurden?

    In den kommenden Wochen wird der Caritasverband für die Diözese Trier die nächsten 12 Millionen EUR von CI erhalten. Von diesen Geldern wird der DiCV Trier 10,8 Millionen EUR an die OCVs Ahrweiler (5,5 Mio.), Westeifel (2,5 Mio.) und Trier (2,8 Mio.) weiterleiten. Diese sind vor allem für finanzielle Wiederaufbauhilfen und den Wiederaufbau des Sozialraums vorgesehen, weiterhin aber auch für die (psycho-sozialen) Beratungsdienste, Sozialraumarbeit, Koordination etc.

    Der Projektzeitraum der Fluthilfe ist bis zum 31.08.2024 vorgesehen. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die Angebote der Caritas zumindest in Teilen des Flutgebietes weit über diesen Zeitraum hinausgehen. Die übrigen Spendengelder stellen aus diesem Grund Reserven dar.

    Weitere Informationen:
    www.caritas-international.de

Eigene Spendenaktion ins Leben rufen - Werden Sie Katastrophenhelfer!

Mehrere Wochen liegt die verheerende Flutkatastrophe nun hinter uns. Viele Menschen haben alles verloren. Die Hilfsbereitschaft ist enorm und macht Mut. Doch die Betroffenen benötigen weiterhin unsere Unterstützung, auch und vor allem in Form von Geldspenden. 

Wir freuen uns über die vielen Anfragen von Institutionen, Vereinen oder Privatpersonen, die jetzt lokal vor Ort eigene Spendenaktionen für die Flutopfer durchführen wollen. Nicht nur in diesen ersten Wochen nach der Flutkatastrophe, sondern auch auf lange Sicht werden Hilfe und finanzielle Unterstützung für den Wiederaufbau notwendig sein.

Helfen Sie gemeinsam in Ihrer Pfarrei, mit Ihrem Freundeskreis und Ihren Bekannten und unterstützen Sie ein konkretes Projekt Ihrer Wahl.

Wir beraten und unterstützen Sie gerne, damit Ihre Spendenaktion ein Erfolg wird!

Sollten Sie eine Benefizaktion - z.B. ein Konzert - zugunsten der Flutopfer planen, dann können wir gerne darauf hinweisen. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir in der Vielzahl der Angebote nur auf solche Aktionen hinweisen, deren Spenden für die Spendenkonten von Bistum und Caritas oder der Stiftung Menschen in Not gedacht sind.

Weitere Informationen zur Möglichkeit, eigene Spendenaktionen ins Leben zu rufen, finden Sie hier.

Bitte senden Sie die Hinweise zu der Veranstaltung, inkl. Link der Seite, auf welcher Sie für die Veranstaltung werben, an internet-redaktion@bistum-trier.de 
 

Spendenkonto

Diese Spendenkonten sind zur Nothilfe eingerichtet:

Spendenkonto von Bistum und Caritas
IBAN:  DE43 3706 0193 3000 6661 21
BIC: GENODED1PAX
Stichwort "Hochwasser 2021“

Spendenkonto Caritas Stiftung Menschen in Not
IBAN: DE43 3706 0193 3017 0010 18
BIC: GENODED1PAX
Stichwort "Hochwasser 2021“

Malteser Hilfsdienst e.V.
IBAN: DE 1037 0601 2012 0120 0012
S.W.I.F.T.: GENODED 1PA7
Stichwort: „Nothilfe in Deutschland“

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Bitte denken Sie daran, dass Sie bei der Überweisung Ihren Namen und Adresse angeben, damit wir Ihnen eine Spendenquittung ausstellen können!