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Weiterentwicklung "Willkommensnetz"

Das Willkommens-netz hat ganz praktisch gezeigt was unter diakonischer Kirchenentwicklung zu verstehen ist!

Geflüchtete aus dem Dekanat Maifeld-Untermosel unterstützen bei den Aufräumarbeiten in Ahrweiler

#SolidAHRität

"Es hat mir Freude gemacht, hier zu helfen. Uns wird in Deutschland auch viel geholfen. Da wollte ich etwas zurückgeben", meint einer der Syrer, und fügt hinzu, "das war nicht das einzige Mal, dass ich geholfen habe." Seine Tochter, die Kleidung voll Schlamm, nickt zustimmend: " So viel Zerstörung kenne ich aus Syrien, aus dem Krieg, der Unterschied ist, dass wir hier keine Angst haben müssen."

Das Dekanat Maifeld-Untermosel organisierte am Sonntag, 18.7., eine Hilfsaktion im Katastrophengebiet Ahrweiler mittels seiner Fachkonferenz Asyl-Migration-Integration. Von 11 bis 18 Uhr waren 2 Frauen und 18 Männer an 2 Orten behilflich. Sie stammen aus Syrien, El Salvador, Tschetschenien und der Türkei. Trotz der Hitze und des Staus bei der Anfahrt verlief der Tag ohne gesundheitliche Probleme. Es wurde angepackt, Eimer gefüllt und aus dem Kellerloch geschleppt, Regalreste, Waschmaschinen, Matratzen vollgesogen mit Wasser uvm. musste aus den Kellern entfernt werden. Knochenarbeit eben. 

Die Aktion kam spontan zustande, die Hilfsbereitschaft unter den Geflüchteten ist enorm und schnell war es organisiert. Die Bewohner*innen des Hauses waren froh um jede Hand, die angepackt hatte. Für Verpflegung und Wasser war vor Ort gesorgt, immer wieder kamen Menschen mit Lebensmittelspenden vorbei und boten an. Die Pausen dienten der Erholung und dem gegenseitigen Kennenlernen.

So geht es weiter:

Mit dem Willkommens-netz leisteten das Bistum Trier und der Caritasverband für die Diözese Trier einen Beitrag zur Begleitung und Integration von Flüchtlingen. Das auf fünf Jahre ausgelegte Projekt Willkommens-netz endete zum 31. Dezember 2020.

Auch wenn das Projekt Willkommens-netz als solches beendet ist, wurde auf Bistumsebene entschieden, unter dem Aspekt der diakonischen Kirchenentwicklung ab 2021 weiterhin folgende Schwerpunkte im Kontext der Sozialen Teilhabe zu stärken:

  • Ausländerrechtliche Verfahrensberatung
  • Hilfe für traumatisierte Geflüchtete
  • Fonds für soziale Teilhabe

Nähere Informationen zu diesen Schwerpunkten finden Sie auf der Seite des Willkommens-netzes unter diesem Link.

Darüber hinaus hat die Bistumsleitung aber auch entschieden, das Willkommens-netz an sich weiter zu entwickeln und neu auszurichten.

Ein erster Schritt dazu war die "Ablösung" der ehemaligen "EhrenamtskoordinatorInnen", die bei den jeweiligen Ortscaritasverbänden tätig waren, von den sog. "NetzwerkerInnen für Integrationsaufgaben". Von der Ausrichtung her sollen sie gemeinsam mit KollegInnen aus der Pastoral weiterhin als "Tandem" tätig sein.

Im Zuge der Neuausrichtung haben sich zum 1. Januar 2021 auch die Zuständigkeiten auf der diözesanen Ebene verändert. Im Unterschied zum Willkommens-netz sind von Seiten des Diözesancaritasverbandes neben der Abteilung Soziale Sicherung und Teilhabe auch der Strategiebereich Caritas-Profil und Entwicklung und von Seiten des Bischöflichen Generalvikariates neben der Abteilung Ehrenamt, Bildung und Gesellschaft nun auch die Abteilung Pastorale Grundaufgaben beteiligt. Um auch weiterhin eine diözesane Koordination gewährleisten zu können, ist im Bischöflichen Generalvikariat (Abteilung Pastorale Grunsaufgaben, Arbeitsbereich Diakonische Pastoral) eine 0,5 Vollzeitstelle eingerichtet, die in enger Kooperation mit Personen aus dem Caritasverband den Weiterentwicklungsprozess verantworten, steuern und begleiten wird. Diese Stelle ist seit dem 15. Juni mit Frau Esther Mertes besetzt. Damit kann der gemeinsame Entwicklungsprozess nun endlich beginnen.

Nähere Informationen folgen dazu hier in Kürze.