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Veranstaltungsformate zur diakonischen Kirchenentwicklung im Bistum Trier

  • Einordnung und Hintergrund

    Da sein. Für Mensch und Welt: das zeigt die Richtung an, in die wir uns als Kirche im Bistum Trier weiterentwickeln wollen. Das geschieht im konkreten Tun vor Ort: indem sich neue Initiativen entwickeln und bereits bestehende Schwerpunkte und Projekte, wo das gelebt wird, gestärkt werden. Das gelingt umso besser, wenn nicht nur Einzelne etwas tun, sondern viele zusammenarbeiten: Menschen in Pfarreien und Dekanaten mit Mitarbeitenden aus dem großen Bereich des Caritasverbandes und den kirchlichen Einrichtungen, hauptamtlich und ehrenamtlich Tätige und viele mehr.

    Diese lokalen Prozesse brauchen Formen der Unterstützung und Orte des Austauschs und des gemeinsamen Lernens. Das Bistum Trier bietet dazu folgende Formen an.

    1. Für den gemeinsamen Start des Prozesses auf regionaler und lokaler Ebene:
      Impulsveranstaltungen
      "Wofür unsere Herzen brennen, das prägt unser Tun"

       
    2. Für Leitungskräfte aus allen kirchlichen Bereichen:
      das Qualifizierungsmodul "Diakonische Kirchenentwicklung - eine Führungs- und Leitungsaufgabe"
       
    3. Als Form, Menschen insbesondere in belastenden Lebenssituationen zu begegnen:
      ein Begegnungs- und Exposureprogramm
      (vgl. vorbereitend dazu die Seite "EinblickLeben")
       
    4. Unterschiedliche Formen, den Handlungsansatz der Sozialraumorientierung für die eigene Arbeit fruchtbar zu machen, den die Synode im Bistum Trier für alle kirchlichen Handlungsfelder verbindlich gemacht hat.


    Alle diese Formen ergänzen einander und werden im Lauf des Prozesses um weitere Formen ergänzt werden.

    Nähere Hinweise zu den Veranstaltungsformen 1, 2 und 4 finden Sie unter den nachfolgenden Überschriften.

  • Für Leitungskräfte aus allen kirchlichen Bereichen

    Der Pilot-Kurs "Diakonische Kirchenentwicklung – eine Führungs- und Leitungsaufgabe" richtet sich gezielt an Personen in Leitungsaufgaben aller kirchlichen Bereiche.

    Konkret im Blick sind Personen mit Leitungs- und Führungsaufgaben

    • aus dem Bereich der lokalen Seelsorge: in den Dekanaten und Pfarreiengemeinschaften bzw. Pfarreien und der kategorialen Seelsorge (Dechanten, Dekanatsreferentinnen und  referenten, Pfarrer, Leitungspersonen von Projekten …)
    • aus dem Bereich der örtlich organisierten Caritas in OCV‘s, Personalfachverbänden, Caritas-Trägergesellschaften etc. (Geschäftsführung/Direktion, Fachbereichsleitung, Einrichtungs- und Dienststellenleitung)
    • Leitungspersonen von lokal angesiedelten Bistumseinrichtungen (z. B. Gesamtleitungen der Kath. Kita gGmbHs, Lebensberatungsstellen, katholischen Familienbildungsstätten, etc.)
    • sowie Personen, die für die Leitungsteams der Pfarreien der Zukunft designiert waren.

    Dieses Format wurde entwickelt, da den Führungskräften in einem Veränderungsprozess eine wesentliche Rolle zukommt. Es soll dazu beitragen die Inhalte einer diakonischen Kirchenentwicklung im gemeinsamen Austausch der unterschiedlichen Perspektiven der Teilnehmenden zu erschließen und mit dem Thema Führen (Leadership) und Leiten (Management) zu verknüpfen. Diese Themen miteinander zu verbinden ist Neuland und eine Entwicklungsaufgabe, für die das Format Erfahrungs- und Lernräume eröffnet. 

    Im Zentrum der Veranstaltung stehen Themen rund um die Fragen: Was bedeutet die Entwicklung zu einer diakonischeren Kirche für Menschen, die führen und leiten? Welche Orientierungspunkte gibt es? Welches Leitungs- und Führungsverständnis ist hilfreich?...wie geht es weiter? 

    Wesentlich ist bei alldem der durchgehende Austausch zwischen den Leitungskräften der unterschiedlichen kirchlichen Organisationsstränge. So können Chancen, Kriterien und Perspektiven für die künftige Praxis vor Ort, für die eigene Leitungsaufgabe und die künftige Zusammenarbeit in einer diakonischen Kirche entdeckt werden.

     

    Nach der Durchführung von nun insgesamt drei Pilot-Kursen (25.-27. November 2020, 3.-5. März 2021 und 3.-5 Mai 2021) werden die Erkenntnisse und Erfahrungen zu den Kursen sowie die Rückmeldungen der Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer nun analysiert, um den Kurs bestmöglich weiterentwickeln zu können.

    ► Wenn das geshehen ist, wird es zu neuen Kursausschreibungen kommen, die auf dieser Seite veröffentlicht werden.

  • Für Mitarbeitende aller kirchlichen Bereiche: Impulsveranstaltungen

    Bei den Impulsveranstaltungen zur diakonischen Kirchenentwicklung "Wofür unsere Herzen brennen, das prägt unser Tun" handelt es sich ebenfalls um „Pilotveranstaltungen“. Nach einer „Testphase“ zweier dieser Veranstaltungen werden insgesamt acht weitere solcher Veranstaltungen stattfinden. Es wird insgesamt 10 Impulsveranstaltungen geben – im Gebiet eines jeden Ortscaritasverbandes eine. Im Blick sind hier in einer ersten Phase zunächst interessierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller kirchlichen Bereiche auf der Fläche des jeweiligen Ortscaritasverbandes. In einer zweiten Phase werden dann auch ehrenamtlich Engagierte die Möglichkeit zur Teilnahme haben. 

    • Die erste Impulsveranstaltung wurde am 20. April 2021 als Online-Format für den Bereich des Ortscaritasverbandes Trier (Stadt Trier und Landkreis Trier-Saarburg) durchgeführt.
    • Die Impulsveranstaltung für den Bereich des Ortscaritasverbandes Saar-Hochwald (Gebiet der Landkreise Merzig-Wadern und Saarlouis) findet am 4. Oktober 2021 als Präsenzveranstaltung statt (Einladung).
    • Impulsveranstaltungen für die Bereiche
      -  Koblenz
      -  Mosel-Eifel-Hunsrück
      -  Rhein-Hunsrück-Nahe
      -  Rhein-Mosel-Ahr
      -  Rhein-Wied-Sieg
      -  Saarbrücken
      -  Schaumberg-Blies
      -  Westeifel
      werden folgen, die Termine werden, wenn sie feststehen, auf dieser Seite veröffentlicht.
       

    Welche Idee steckt hinter der Impulsveranstaltung?

    „Diakonisch“ bedeutet so viel wie: dienend, den Menschen dienend – und ist damit die Grundlage allen kirchlichen Handelns. So unterschiedlich die kirchlichen Bereiche mitsamt ihrer Ausrichtung im Bistum Trier auch sind, gemeinsam haben sie jedoch die den Menschen zugewandte, dienende Haltung. In diesem Sinne ist unter der Begrifflichkeit diakonische Kirchenentwicklung ein Entwicklungsprozess zu verstehen, der das Ziel hat, eben diese dem Menschen zugewandte, dienende Haltung in der Gesellschaft wieder stärker und authentisch erfahrbar zu machen. Geprägt ist dieser Prozess durch eine stärkere Schwerpunktsetzung auf Zusammenarbeit, Kooperation und Vernetzung der einzelnen kirchlichen Bereiche (wie Liturgie, Katechese oder Verkündigung) sowie der Ausrichtung am sozialräumlich orientierten Arbeiten. Wesentlich dafür ist es, Räume für Begegnung zu eröffnen, um voneinander zu hören, sich von dem, was der und die Andere zu sagen hat, inspirieren zu lassen und davon zu lernen, um sein Tun weiterzuentwickeln.

    Worum geht es bei der Impulsveranstaltung?

    Diesen Aspekten will sich die Impulsveranstaltung widmen. Hierzu sind in Phase eins Mitarbeitende aus allen kirchlichen Bereichen, die auf der Fläche der jeweiligen Caritasverbände tätig sind, angesprochen. Konkret eingeladen sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Caritas, aus kirchlichen Einrichtungen und Diensten (z.B. aus dem Bereich der Lebensberatungsstelle, der Kinder- und Jugendhilfe, der Fachstellen KEB, der Familienbildungsstätte, dem Bereich der Alten- und Gesundheitspflege) und der Seelsorge.

    Die Impulsveranstaltungen sind in der ersten Phase in einer Größenordnung von ca. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmern geplant. Das bedeutet, dass den unterschiedlichen Gruppierungen und kirchlichen Bereichen ein Kontingent an Teilnehmenden zukommt. Inhaltlich wird es darum gehen, sich in der Vielfalt der Teilnehmenden (Profession und Arbeitsbereich) gegenseitig kennenzulernen und in einen Austausch über das, „wofür unsere Herzen brennen“, zu treten und miteinander Gemeinsamkeiten und Verbindungslinien zu entdecken. Ebenso sollen die Teilnehmenden sich auch an den unterschiedlichen Blickwinkeln teilhaben lassen. 

    In der zweiten Phase wird es in den Pastoralen Räumen derartige Veranstaltungen geben. Hier ist eine Teilnahme von ehrenamtlich Engagierten und hauptamtlichen Mitarbeitenden vorgesehen.

  • Für ehrenamtlich Engagierte

    Wir möchten im Prozess diakonischer Kirchenentwicklung konkrete Formen entwickeln, damit die Sicht, die Erfahrungen und die Bedarfe Ehrenamtlicher darin den Raum bekommen, den sie verdienen. Schon jetzt bietet der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung des Bischöflichen Generalvikariates gezielte Formate zur Unterstützung, Begleitung und Förderung ehrenamtlichen diakonischen Engagements. Entsprechende Fortbildungsveranstaltungen finden sich im Fortbildungsheft des Arbeitsbereichs Ehrenamtsentwicklung. Darüber hinaus vermitelt der Arbeitsbereich Ehrenamtsentwicklung gern auch fallweise die Unterstützung, die gebraucht wird.

    Verweisen möchten wir aber an dieser Stelle aber auch auf die Impulsveranstaltungen zur diakonischen Kirchenentwicklung "Wofür unsere Herzen brennen, das prägt unser Tun". Hier ist eine Teilnahme von ehrenamtlich Engagierten in der zweiten Phase vorgesehen. Phase eins der Impulsveranstaltungen richtet sich zunächst auf einer übergeordneten Ebene (hier ist die Fläche eines jeden Ortscaritasverbandes im Blick) an die hauptamtlich Mitarbeitenden der kirchlichen Bereiche. In der zweiten Phase wird es in jedem Pastoralen Raum eine derartige Veranstaltung geben, zu der ehren- und hauptamtliche Personen eingeladen sind.

    ► Sobald es nähere Informationen und Termine zu diesen Veranstaltungen gibt, werden diese hier veröffentlicht.

  • Unterstützungsformate zur Sozialraumorientierung

    Um Sozialraumorientierung als kirchlichen Handlungsansatz ausprobieren und etablieren zu können, sind unterschiedliche Unterstützungsformate in Vorbereitung. Sie dienen dazu, diesen Ansatz in der eigenen Praxis zu entwickeln, und sollen ab dem kommenden Jahr 2022 angeboten werden. Naheres wird demnächst hier veröffentlicht.

     

    Wenn Sie bereits jetzt konkrete Unterstützung zu sozialraumorientiertem Arbeiten suchen, empfehlen wir folgende Fortbildung:

    "Geht auf die Straßen!" (Evangelii gaudium)
    Einführung in die Praxis von Sozialraumorientierung
    in der Kooperation von Seelsorge und Caritas

    Theologisch-Pastorales Institut Mainz und
    Fortbildungs-Akademie des Deutschen Caritasverbandes
    (vgl. die Ausschreibung hier).